Der Heizkostenverteiler, das unbekannte Wesen

Lesen Sie hier die Antworten unserer Techem-Abrechnungsexperten!

Wie funktionieren Heizkostenverteiler? Welche Arten gibt es? Und wofür sind sie wichtig?

Heizkostenabrechnung nach Verbrauch

Der Heizkostenverteiler (oder Heizungszähler) kommt immer dann ins Spiel, wenn Heizkosten nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet werden sollen. Dies ist bei den Verbrauchskosten der Fall, denn die Grundkosten wird auf Basis der beheizten Fläche ermittelt.

Verdunstung oder Elektronik?

Es gibt zwei verschiedene Arten von Heizkostverteilern (HKV): solche, die nach dem Verdunstungsprinzip arbeiten (VHKV), oder elektronische Geräte (EHKV).

 

Häufiger sind jedoch die elektronischen Heizungszähler, die oft auch über Funk aktiviert werden können. Diese werden auch von Techem verwendet, weil sie viele Vorteile mit sich bringen: Störungen können rasch behoben werden und für eine Ablesung muss kein*e Ableser*in die Wohnung betreten. Der Funkheizkostenverteiler (kurz FHKV) überträgt dann die Erfassungswerte verschlüsselt über Funk.

So funktionieren Heizkostenverteiler

Heizkostenverteiler verfügen in der Regel über eine Metall-Rückseite, die die Wärme des Heizkörpers gut leitet. So kann der Heizkostenverteiler ideal die Wärmeeinheiten zählen.

 

Allerdings zeigen Heizkostenverteiler nicht den genauen Wärmemengenverbrauch an. Dieser lässt sich meist erst anhand von Faktoren wie der Art und Abmessung der Heizkörper errechnen. Diese Faktoren werden entweder in der Heizkostenabrechnung berücksichtigt (dann sind gleich skalierte Heizkostenverteiler im Einsatz) – oder sie werden bei der Installation der Heizkostenverteiler beachtet, z.B. durch unterschiedliche Skalen oder Programmierung der Heizkostenverteiler.

Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip

Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip

Diese Geräteart misst den Wärmeverbrauch anhand der verdunsteten Messflüssigkeit. Diese ist immer eine langsam verdunstende Flüssigkeit, z.B. Benzoesäuremethylester oder 1-Hexanol.

 

Das Grundprinzip ist einfach: Je wärmer der Heizkörper im Heizzeitraum, desto mehr Messflüssigkeit verdunstet. Der Messwert wird anhand des Flüssigkeitsstandes auf einer Skala mit Strichen gemessen, wobei die Messröhrchen in der Regel jährlich ersetzt werden müssen.

 

Daneben gibt es noch die sogenannte Kaltverdunstung, die auch dann eintritt, wenn ein Heizkörper nicht eingeschalten war. Allerdings entstehen dadurch keine höheren Kosten, weil die Röhrchen dem vorbeugend "überfüllt" sind.

Der elektronische Heizkostenverteiler

Elektronische Heizkostenverteiler basieren auf zweierlei Temperaturen. Zusätzlich zu jener des Heizkörpers messen sie entweder die Temperatur der Raumluft oder nehmen dafür einen konstanten Messwert an.

 

Die daraus entstehende Temperaturdifferenz wird in Form von Zählschritten angegeben. Auch hier gilt: Es handelt sich noch nicht um den konkreten Wärmemengenverbrauch, sondern um einen Wert, der erst mit dem Gesamtverbrauch in Zusammenhang gesetzt werden muss.

 

Elektronische Heizkostenverteiler werden übrigens mit meist fix verbauten Batterien betrieben, die eine Lebensdauer von über zehn Jahren aufweisen.

Elektronischer Heizkostenverteiler

Vorteile von elektronischen FHKV

  • Fit für die Zukunft: EED-Konform & erfüllen Datenschutzstandards
  • Keine Terminabsprachen für die Ablesung notwendig

Garanten für faire Abrechnungen

Heizkostenverteiler sind fixer Bestandteil einer professionellen Heizkostenabrechnung. Sie ermöglichen – im Gegensatz zur Kostenberechnung aufgrund der Wohnfläche allein – eine faire und gerechte Abrechnung.

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Ihr Ansprechpartner zum Thema:

Melanie Höller,
melanie.hoeller@techem.at